Für Physiotherapeuten

Der selbständige Physiotherapeut

Rentenversicherung:

Versicherungspflicht:

Pflegeberufe, hierzu zählen auch Physiotherapeuten, unterliegen der Versicherungspflicht in der „deutschen Rentenversicherung“, wenn Sie überwiegend auf ärztliche Anordnung handeln. Werden versicherungspflichtige Arbeitnehmer (auch Auszubildende) beschäftigt, entfällt die Versicherungspflicht. Mit einer Hilfskraft im Rahmen der Geringfügigkeitsgrenze (400 Euro) bleiben Physiotherapeuten versicherungspflichtig. Anders ist es, wenn sie mehrere geringfügig Beschäftigte haben, die einen versicherungspflichtigen ersetzen.

Beitragszahlung:

Die Höhe der Rentenversicherungsbeiträge von Selbständigen richtet sich normalerweise nach einem einheitlichen Regelbeitrag. Auf Wunsch kann aber auch ein einkommensgerechter Beitrag gewählt werden. Einsteiger in die Selbständigkeit können sich innerhalb der ersten drei Jahre ihrer Selbständigkeit für den sogenannten „halben Regelbeitrag“ entscheiden.

Regelbeitrag in 2009: 501,48 €

Halber Regelbeitrag in 2009: 250,74 €

Zu zahlender Beitrag __________ €

In jedem Einzelfall ist daher zu prüfen, ob Versicherungspflicht vorliegt, ob eine freiwillige Versicherung, oder ob eine private Absicherung und/oder eine Basis-Versorgung (Rürup-Rente) sinnvoll ist.

RISIKO BERUFSUNFÄHIGKEIT für BfA-Versicherte

Löcher im sozialen Netz werden nicht dadurch gestopft, dass man sie nicht zur Kenntnis nimmt. Eigenverantwortliches Handeln ist gefragt.

Gesetzliche Versorgungssituation der BfA:

Neben der eher gering zu erwartenden Altersrente, hatte man bei der BfA bis zum 31.12. 2000 auch einen Rentenanspruch (nach einer Wartezeit von 5 Jahren) bei Berufsunfähigkeit. Diese Berufsunfähigkeitsrente der BfA wurde zum 1.1.2001 für alle BfA-Versicherten, die jünger als 40 Jahre (Stichtag 1.1.2001) sind, gestrichen. Es gibt nur noch die sog. Erwerbsminderungsrente mit zahlreichen Einschränkungen.

Dies bedeutet für jeden Versicherten, dass er selbst das Risiko der Berufsunfähigkeit absichern muss.

Auswirkungen auf das Einkommen:

Woher ergibt sich eigentlich die zwingende Notwendigkeit, sich gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit privat absichern zu müssen?

Die uneingeschränkte Berufsfähigkeit ist Voraussetzung für das Erzielen eines dauerhaften und ausreichendem Einkommens; in dem Augenblick, in dem sie eine Beeinträchtigung erleidet, bewirkt diese sofort zumindest eine drastische Reduzierung des Einkommens. Damit ist jegliche Existenzgrundlage entzogen, zumindest aber ist sie gefährdet; die Einschränkung der Berufsfähigkeit zählt daher auch zu den existentiellen Risiken.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Da letztlich also das Nettoeinkommen unter Risiko steht, dient es gleichzeitig auch als Bemessungsgrundlage für die privat abzusichernde Berufsunfähigkeitsrente. Die Höhe der bedarfsgerechten Rente wird aufgrund der individuellen Verhältnisse des Physiotherapeuten errechnet, wobei mögliche Einkünfte – je nach Grad der Berufsunfähigkeit – sowie steuerliche und sozialabgabenrechtliche Betrachtungen in die Bedarfsanalyse eingehen.

Auswirkungen auf die Altersrente:

Der Eintritt der Berufsunfähigkeit hat eine weitere negative Wirkung. Der berufsunfähige Physiotherpeut, der kein oder ein stark reduziertes Einkommen erzielt, kann keine oder nur noch geringe Beiträge an die „deutsche Rentenversicherung“ entrichten. Damit schrumpft ebenfalls seine Alters- und Hinterbliebenenversorgung.

Ist die Altersrente der Höhe nach bei einem erfüllten Arbeitsleben zumindest einigermaßen geeignet, im Ruhestand den Lebensstandard aufrechtzuerhalten,

so wird dieses Ziel bei Eintritt der Berufsunfähigkeit unerreichbar; auf das Erreichen dieses Ziels zu verzichten, bedeutet aber, die Befriedigung eines Grundbedürfnisses ignorieren zu wollen. Vor diesem Hintergrund – Aufrechterhaltung des Lebensstandards – ist infolgedessen das schrittweise Ansammeln eines ausreichenden Kapitals zur Sicherung einer angemessenen Basis-Altersversorgung und – soweit erforderlich – die Absicherung gegen das Todesfallrisiko unbedingt erforderlich. Wenn einer der genannten Aspekte vernachlässigt wird, muss die private Versorgung lückenhaft sein, und das existentielle Risiko lebt wieder auf.

Anders ausgedrückt: Wem nützt die beste Vorsorgemaßnahme für das Alter, wenn durch eine fehlende Berufsunfähigkeitsabsicherung während des Arbeitslebens das Einkommen risikobehaftet bleibt – und wem nützt umgekehrt eine bedarfsgerecht versicherte Berufsunfähigkeitsrente, wenn nach deren Auslaufen z.B. im Alter 65 weder von der „deutschen Rentenversicherung“ noch vom Versicherer eine ebenso bedarfsgerechte Altersrente oder ein ausreichendes Kapital zum Aufrechterhalten des Lebensstandards zur Verfügung gestellt wird?

Kapitalbildung mit Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherung:

Eine wichtige private Versicherungsform, die sowohl versorgungsmäßigen Erfordernissen als auch hohen wirtschaftlichen Anforderungen (Aufwand/Ertrag) genügt, sind die Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Kapital-Lebensversicherung, oder Fondspolice, da Sie hier die hohen Erträge der Aktien-Fonds nutzen.

Da es sich einmal um eine Risikovorsorge und einmal um einen Sparvorgang für das Alter handelt, sollten diese Absicherungen getrennt werden, mit Ausnahme dass eine „Basis-Versorgung“ (Rürup-Rente) beantragt wird, da hier auch der Beitrag für die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung steuerlich geltend gemacht werden kann. In dieser Kombination werden einerseits die existentiellen Risiken lückenlos abgesichert, andererseits eine hervorragende Rentabilität erreicht. Das private Versicherungsmodell hat folgende Leistungen zum Inhalt:

Der / die Versicherte erhält ab einem Berufsunfähigkeitsgrad von 50 % oder mehr die volle vereinbarte Barrente. Gleichzeitig braucht wegen der mitversicherten Beitragsfreiheit der Versicherungsbeitrag nicht mehr gezahlt werden. Trotzdem läuft der „Sparvertrag“ für das Alter ganz normal weiter, so, als wenn die Berufsunfähigkeit nicht eingetreten wäre.

Im Todesfall erhält die im Vertrag begünstigte Person die versicherte Todesfall-Leistung. Zum Schlussalter der Versicherung wird die Kapitalleistung, die sich aus den aufgelaufenen Sparbeiträgen und renditeträchtigen Gewinnanteilen zusammensetzt, ausgezahlt. Wegen des Steuerprivilegs der Gewinnanteile im Rahmen der Lebensversicherung/Fondspolice ist die hierbei erzielte Vermögensrendite im Bereich der konventionellen Geldanlagen nicht erreichbar.

Innerhalb der Versicherungskombination sind alle – dem individuellen Bedarf gerecht werdenden – Varianten möglich. So kann beispielsweise die Todesfallsumme dauerhaft oder für einen begrenzten Zeitraum für den Alleinstehenden auf ein Minimum reduziert werden. Insbesondere für Berufsanfänger sind beitragsgünstige Tarife entwickelt worden, die einen hohen Risikoschutz für einen relativ geringen Beitrag vorsehen. In der Regel stellt diese Versicherungsform die Grundabsicherung dar. Später kann die Berufsunfähigkeitsabsicherung auch mit lukrativen Aktien-Fonds kombiniert werden.

Basis Versorgung

Zur sog. Schicht 1, der Basisversorgung, gehört neben

-der gesetzlichen Renten Versicherung,

-den berufsständischenVersorgungswerken,

-der landwirtschaftlichen Alterskasse

auch die

PRIVATE BASISRENTE , auch RÜRUP – Rente genannt.

Die Basis-Rente funktioniert nach dem „Kapitaldeckungsverfahren“.

Gesetzliche Anforderungen:

Rentenzahlungen, lebenslange monatliche Rentenzahlung

frühestens ab Vollendung des 60. LJ.

– Verfügungsverbote, nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht

beleihbar, nicht veräußerbar, nicht

Kündigungsmöglichkeit, Beitragsfreistellung

Zusätzlich möglich:

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung

Hinterbliebenen- und Waisenrenten-Zusatzversicherung

Dabei müssen mehr als 50 % der (Netto-) Beiträge für die Altersversorgung aufgewendet werden.

Beiträge als Steuerersparnis per Sonderausgabenabzug / teilweise steuerfrei

Die Beiträge, die je Kalenderjahr entrichtet werden, können in der Steuererklärung im Rahmen der Sonderausgaben geltend gemacht werden. Für das Kalenderjahr 2007 dürfen 64 % dieser Beiträge geltend gemacht werden, wobei dieser Anteil um jährlich 2 % steigt, bis 2025 100 % erreicht werden.

 

Kalenderjahr …Prozentsatz absetzbar
2007 64 %
2008 66 %
2009 68 %
….. …….
2025 100 %

Zu beachten gilt:

Maximal können für Singles 20.000,- € und für Verheiratete 40.000,-€ p.a. steuermindernd eingezahlt werden, wobei dieser Betrag durch Beiträge ins Versorgungswerk (Freiberufler) oder die gesetzliche Rentenversicherung bereits geschmälert wird.

Beispiel. Einzahlung monatlich 200,-€, d.h. 2.400,-€ p.a.

Die geleisteten Beiträge (2.400 €) können in 2008 mit 66 % angesetzt werden, d.h. 1.584 € ist der steuerfreie Anteil des Beitrages zur Basis-Versorgung. Dieser steigt p.a. um 2 %.

 

Jahr Beitrag steuerfrei zu …. steuerfreierAnteil
2008 66 % 1.584,- €
2009 68 % 1632,- €
2010 70 % 1.680,-€
2011 72 % 1.728,- €

Auszahlung der Rente:

Die Rürup Rente kommt in Form einer lebenslangen Rente zur Auszahlung. Diese Rentenzahlung ist genau wie die gesetzliche Rentenversicherung zu versteuern, nach dem Prinzip der nachgelagerten Besteuerung. Jedoch vorerst nicht in voller Höhe. Der zu versteuernde Anteil hängt davon ab, in welchem Jahr die versicherte Person in Rente geht. Der dann fällige Prozentsatz bleibt über die gesamte Dauer der Rentenzahlung fest. Wer im Jahr 2008 in Rente geht hat 54 % seiner Rente zu versteuern ( Achtung, dies ist nicht der Steuersatz, sondern nur der zu versteuernde Anteil). Auszahlungen der Rente bleiben bis zu bestimmten Beträgen steuerfrei. So gilt momentan ein Grundfreibetrag von 7.664,-€, hinzu kommen weitere Sonderausgabenabzüge und Werbungskostenpauschale, so dass im Alter die Steuerlast häufig sehr gering ausfällt.

Die private Basisrente ist in der Regel besonders geeignet für:

-Versicherte mit einem Alter über 50 Jahren (hohe Abzugsfähigkeit in der Beitragsphase, steuerfreier Anteil in der Leistungsphase)

-Selbständige Sie können die Beiträge ab dem ersten Euro steuerlich geltend machen!

-Alle Besserverdienenden

 

BERUFSHAFTPFLICHTVERSICHERUNG

 

Das folgende Angebot gilt für Physiotherapeuten, Krankengymnasten, Chirogymnasten, Logopäden, Motopäden und Ergotherapeuten.

Die Berufshaftpflichtversicherung ist die wichtigste Absicherung für jeden Therapeuten.

Wir empfehlen als Deckungssummen: 2 Mio für Personenschäden

1 Mio für sonstige Schäden, 3 fach max. p.a.

Einschlüsse im Rahmen des o.g. Angebotes:

– alle Tätigkeiten im Rahmen der beruflichen Aus- oder Weiterbildung, soweit die dem versicherten Risiki zuzurechnen ist.

– Abhandenkommen von belgschafts- besucher- Patientenhabe einschließlich Kraftfahrzeuge

– Abhandenkommen von fremden Schlüsseln/ Codekarten

– Abwasserschäden (SB 250 EUR)

– Auslandsrisiko, soweit die behandlung im Inland erfolgte sowie bei geschäftsreisen und der Teilnahme an Kongressen

– Bearbeitungsschäden, sofern nicht auf eigenem Betriebsgrundstück (SB 250 EUR)

– Datenschutzrisiko

– Deckungsvorsorgefreier Umgang mit radioaktiven Stoffen

– Mietsachschäden an Räumen und Gebäuden (SB 250 EUR)

– Nutzung von Internet-Technologien

– Vorsorgeversicherung

Jahresprämie je Inhaber 81,00 € je weitere beschäftigte Person 33,00 €

Als Ergänung, falls noch nicht vorhanden ist dringend die Privathaftpflichtversicherung zu empfehlen, Jahresprämie 45,00 €.

Alle Prämien verstehen sich zuzügl. 19 % vers. Steuer.